Sonntag, 18 Oktober 2015 18:13

Pflegekonzept Fischerstraße 13 – 15, Neubrandenburg

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Foto: Jens Ihle Foto: Jens Ihle

Pflegekonzept für die Pflanzbeete der Häuser in der Fischerstraße 13 – 15, Neubrandenburg

Die vor den Hauseingängen, in der Fischerstr. 13 – 15, existierenden Pflanzen sind in einem Zustand, den man im allgemein als gut bezeichnen könnte. Die dort gepflanzten Geophyten sind von den Hausbewohnern gesetzt worden. Vor dem Haus Nr. 13 stehen verschiedenartige Sträucher, Nadelgehölze sowie Geophyten.

Als Sträucher sind z.B. Potentilla fruticosa (Fünffingerkraut), Berberis thunbergii (Berberitze) oder Juniperus chinensis (Kriechender Wachholder) vorzufinden. Die dort eingesetzten Pflanzen sind zum jetzigen Zeitpunkt, da sie im Austrieb sind, in einem Zustand, wo eine Frühjahrsdüngung angebracht wäre.

Der Fünffingerstrauch benötigt am besten direkt nach der Blüte oder im zeitigen Frühling auf 1/2 - 1/3 einen Rückschnitt, denn er blüht, wie fast alle Sommerblüher, am neuen ("diesjährigen") Holz. Es reicht meist auch, wenn man nur alle 2-3 Jahre schneidet.

Etwas Vorsicht jedoch beim Radikalschnitt (auf den Stock setzen): Auch wenn sie normalerweise nicht so empfindlich sind wie Lavendel, können zumindest schwache oder überalterte Fingersträucher bei zu tiefem Schnitt in altes Holz gelegentlich eingehen. Ohne Schnitt verkahlen sie mit der Zeit von unten her, daher besser von Anfang an regelmäßig durch Zurückstutzen verjüngen. Der ideale Dünger für den Fünffingerstrauch ist normalerweise reifer Kompost, in ihm sind nicht nur ausreichend Stickstoff, sondern auch alle anderen wichtigen Nährstoffe und Spurenelemente. In den richtigen Mengen ist der Kompost Wachstums fördernd. Ein weiterer Vorteil ist das die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten sind.

Falls man keinen Kompost hat oder beschaffen kann, ist die zweitbeste Wahl für neuangepflanzte Sträucher, die so schnell wie möglich wachsen sollen, organisch-mineralischer Volldünger, z.B. Spezialdünger für Ziergehölze (z.B. Nitrophoska spezial 12-12-17-2), wie es ihn besonders günstig meistens jetzt zu Saisonbeginn gibt.

Die Berberitze ist sehr schnittverträglich, auch größere Rückschnitte wird gut vertragen. Idealerweise wird im Frühjahr, kurz vor dem Austrieb zurückgeschnitten. Eine Düngung mit Blaukorn 12-12-17-2 oder Kompost ist ratsam.

Die Wacholder Pflege ist sehr einfach, da die Pflanzen sehr anspruchslos sind. Hin und wieder kann man die Sträucher düngen, da sie jedoch auch auf nährstoffarmen Böden hervorragend wachsen, ist dies nicht unbedingt nötig.
Am besten im Frühjahr und / oder Herbst sollte man den Wacholder schneiden. Der Schnitt erfolgt kurz vor dem neuen Austrieb.

Es sollte im Frühjahr mit Kompost oder Organisch-mineralischer Spezialdünger gedüngt werden.

Geophyten

Die dort gepflanzten Geophyten, wie z.B. Narcissus pseudonarcissus (Osterglocke), Muscari botryoides (kleine Traubenhyazinthe), sind momentan im Ausblühen. In ca. drei bis vier Wochen sind Sie soweit ausgeblüht, dass sie zurück in den Boden einfrieren. Bei Bedarf sollte danach das alte Laub entfernt werden, um mögliche Krankheiten bzw. Schädlingsbefall zu verhindern.

Osterglocken brauchen vor der Blütezeit ein paar Körner Blaudünger und während der Blüte etwas mehr Wasser. Sind diese Voraussetzungen gegeben, gedeihen sie prächtig. Die Blütenstiele (kann man) direkt über halb des Blütenkelchs abschneiden, dieses geschieht direkt nach dem Verblühen (Ausnahme: Wildarten, die sich aussäen und verwildern sollen.) Blätter nicht zurückschneiden, bevor sie vergilben (müssen bis dahin Nährstoffe für die Blüte im nächsten Jahr produzieren!)

Dieses gilt auch für die anderen vorhandenen Frühjahrsblüher.

Bodendecker

Die Pflanzen vor dem Haus Nr. 15 besteht zum größten Teil aus den Bodendecker, die große Kranzspiere (Neillia tanakae / alt: Stephanandra tanakae) und Efeu (Hedera helix), die wie die anderen Pflanzen sich zum Zeitpunkt der Besichtigung im Austrieb befanden.

Die Kranzspiere sollte regelmäßig gegossen werden, am besten mit Regenwasser, aber nie bevor die oberste Erdschicht wieder abgetrocknet ist. Sie ist empfindlich gegen Trockenheit und zu viel Nässe. Beim Düngereinsatz können verschiedene Depotdünger verwendet werden, wie zum Beispiel Basacote Plus 6M (16-8-12-2). Beim Efeu kann nach Bedarf geschnitten werden. Er verträgt jeden Schnitt.

Das Pflanzbeet, dass direkt vorn an der Straße des Hauses 13 besteht, wurde mit Fingerstrauch (Potentilla fructicosa) und Deutzie (Deutzia x hybrida) bepflanzt. Diese werden abgegrenzt durch eine Berberitzen-Hecke (Berberis thunbergii). Es ist ersichtlich, dass die Deutzie nur an der Basis austreibt. In diesem Fall sollte man die trockenen Zweige oberhalb des Austriebes entfernen. Die Deutzie sollte direkt nach der Blüte zurückgeschnitten werden, am besten um etwa 1/3 zurückstutzen. Die ältesten Äste schneidet man direkt am Boden ab, damit Platz für neue junge Triebe wird. Kranke, vertrocknete oder geschädigte Äste und Zweige werden natürlich regelmäßig entfernt.

Vor Haus Nr. 13 befindet sich im hinteren Teil ein kriechender Wachholder (Juniperus chinensis), der durch eine ausladende Bepflanzung mit Kontrastelementen, wie z.B. Großes Immergrün (Vinca major) umwachsen ist. Empfehlenswert ist es die Pflanzen, die von anderen Pflanzen überdeckt sind zu entfernen oder zumindest freizuschneiden.

Viel Pflege braucht das Immergrün nicht. Von der Grunddüngung im Frühjahr abgesehen, kann man die Pflanze bis auf das Gießen an sehr heißen Tagen praktisch sich selbst überlassen. Fühlt sie sich im Garten wohl, kann sie mit ihren langen Trieben gern einmal über das Ziel hinausschießen – dann wird das Immergrün im Frühsommer mit der Schere in Form gebracht. Der Schnitt hilft auch dann, wenn die Pflanzendecke noch nicht ganz so dicht ist, wie man sie sich wünscht. Durch das Stutzen der Ranken bildet Vinca neue Triebe aus, die für einen dichten Teppich auf dem Boden sorgen. Für Vinca minor ist im Frühjahr eine Aufdüngung mit Kompost oder mineralischen Depotdünger sinnvoll.


Planung: 2010
Art: Studienarbeit

Gelesen 2241 mal Letzte Änderung am Sonntag, 29 November 2015 19:16

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